„Geht’s noch? – Diakonie gegen Armut“

Das Motto der Woche der Diakonie 2017    ist einerseits ein ernsthaftes Nachfragen bei Menschen, die unter den Folgen ihrer Armut leiden. Und es ist andererseits eine Empörung über eklatante Missstände in unserer Gesellschaft. Altersarmut ist ein Aspekt von Armut, der Menschen betrifft, die ihr Leben damit verbracht haben, für sich und andere zu arbeiten, die Kinder erzogen, Angehörige gepflegt und sich für unsere Gesellschaft insgesamt eingesetzt haben. Altersarmut ist mehr als Einkommensarmut, denn sie wirkt sich als Teilhabearmut aus. Deshalb brauchen wir eine gestaltende Sozialpolitik, die den Trend zu prekären Beschäftigungen und diskontinuierlichen Erwerbsbiographien eindämmt. Mini- und Midi-Jobs müssen umfassend sozialversicherungspflichtig werden. Auch für Langzeitarbeitslose müssen wieder Rentenbeiträge gezahlt und die gesetzliche Rente auf Selbstständige wie Beamte ausgedehnt werden. Die Einführung einer Mindestrente kann Menschen im Alter den Gang zum Sozialamt ersparen und lässt sich über Bundesmittel finanzieren, die ansonsten für Grundsicherung im Alter ausgegeben werden müssen. Die Pflegeversicherung muss die Pflegekosten abdecken, damit alte Menschen nicht wegen Pflegebedürftigkeit in Armut kommen.

Woche der Diakonie


Die landesweite Eröffnung der Woche der Diakonie    findet am 24. Juni 2017 in Tuttlingen statt. Programmheft

 

Gottesdienst zum Weltflüchtlingstag

Geflüchtete aus Syrien und dem Iran haben anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni einen ökumenischen Gottesdienst für die Opfer von Flucht und Vertreibung mitgestaltet. Hier einige Gedanken eines iranischen Geflüchteten: "Ich bin Mazdak Abbasi und vor 20 Monaten sind meine Frau und ich aufgrund unseres christlichen Glaubens aus dem Iran geflüchtet. Als ich noch im Iran war, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich meine Heimat vermissen würde und was Heimweh bedeutet. In der ersten Zeit in Deutschland habe ich aber gemerkt, was es heißt, Heimweh zu haben, es war sehr schlimm. Als ich dann nach einiger Zeit Deutsch gelernt habe und neue Freunde gefunden habe und viele Menschen sehr freundlich zu mir waren, ist es besser geworden. Jetzt fühle ich mich sehr wohl in Deutschland und wenn ich nun in eine andere Stadt gehe, vermisse ich schon nach ein paar Tagen Stuttgart, ein ganz ähnliches Gefühl wie Heimweh. Ich erzähle Ihnen diese Geschichte, um zu erklären, dass die Heimat nicht nur der Geburtsort ist, sondern auch der Wohnort. Und wo meine Freunde sind, da kann auch meine Heimat sein. Außerdem ist auch die Zeit so wichtig, weil der Ablauf der Zeit alles ändern kann." Gedanken von Abraham Bahhi aus Syrien 

Jugenddiakoniepreis 2017

Noch eine Woche können sich Jugendliche für den Jugenddiakoniepreis 2017 bewerben. Die Diakonie in Württemberg, die Evangelische Jugend Baden, das Evangelische Jugendwerk in Württemberg und die Zieglerschen schreiben den Preis gemeinsam aus. Insgesamt 8.500 Euro warten auf die Gewinner. Bewerben kann sich jede und jeder im Alter von 13 bis 27 Jahren, egal ob als Einzelne/r oder als Gruppe. Einzige Bedingung ist, dass die Projekte in Baden-Württemberg stattfinden. weiter   

Logo Hoffnung für Osteuropa
Logo von Brot für die Welt
  • losttorrent Movies
  • Richtorrent Serials
  • Software torrent